F08IVFS041 „Der wahre Christ trägt das Kreuz Christi […] mit demselben Stolz wie der Soldat sein Eisernes Kreuz“



Erzbischof Lorenz Jaeger und der Nationalsozialismus

Beginn: 21.09.2019 | 10:00 Uhr
Ende: 21.09.2019 | 16:00 Uhr
Ort: IN VIA Akademie, Paderborn
Referenten: Johannes Wilhelm Vutz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fundamentaltheologie, Paderborn – Dr. Werner Sosna, Liborianum Paderborn




Kaum ein Thema der neueren Geschichte ist so umstritten wie die Rolle der Kirchen zur Zeit des Nationalsozialismus. Entschiedenen Gegnern der Hitler-Regierung, die aus Ihrer christlichen Haltung heraus offenen oder verdeckten Widerstand gegen das Unrecht des totalitären Staates leisteten, stehen vermeintliche oder wirkliche Kollaborateure gegenüber, die in der Vereinbarkeit von Christentum und nationalsozialistischer Weltanschauung kein Problem zu sehen schienen. Unter den herausgehobenen christlichen Repräsentanten steht seit jeher der 1941 zum Erzbischof von Paderborn ernannte Geistliche Studienrat und Divisionspfarrer Lorenz Jaeger im Fokus allgemeiner und kirchlicher Öffentlichkeit. Jaeger habe, so der immer wiederkehrende Vorwurf, bis in öffentliche Aussagen hinein seine Unterstützung für Nationalismus und Kriegstreiberei kundgetan. Damit wurde der 1965 zum Kardinal erhobene Erzbischof zu Lebzeiten und darüber hinaus Akteur und Gegenstand teilweise hitziger Debatten. Der Studientag soll anhand ausgewählter thematischer Abschnitte Einblicke in Jaegers Haltung und Handeln zur NS-Zeit geben und die Frage nach einer angemessenen historischen Bewertung stellen.

Ansprechpartner: Dr. Rainer Hohmann
Max. Teilnehmerzahl: 20 Personen
Anmeldefrist: 12. Sept. 2019
Credit-Points: ½ cp

 




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